Krupówki und Holzarchitektur: Zakopane zu Fuß
Aktualisiert 28. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit
Krupówki hilft bei der Orientierung, doch Zakopanes Architektur erschließt sich dort, wo die Einkaufsstraße endet. Geh einmal über die Promenade und dann zur Kościeliska-Straße und Villa Koliba. So wechseln Souvenirläden mit Holzhäusern und Schnitzwerk.
Krupówki als Ausgangspunkt
Die etwa einen Kilometer lange Straße ist in der Hochsaison sehr voll. Morgens siehst du Fassaden besser, abends ist die Stimmung lebendiger. Unten liegen Markt und Gubałówka-Bahn, oben geht es zur Zamoyskiego-Straße. Für Kaffee, Einkäufe und Orientierung ist Krupówki praktisch; den örtlichen Charakter zeigen die Nebenstraßen besser. Auch das gemauerte Tatra-Museum an Krupówki 10 interpretiert den Zakopane-Stil.
Was der Zakopane-Stil bedeutet
Stanisław Witkiewicz entwickelte ihn Ende des 19. Jahrhunderts aus der Holzbauweise Podhales statt als Kopie eines Alpenorts. Steile Dächer, breite Traufen, geschnitzter Schmuck, Veranden und hohe Steinsockel wurden zu einer bewussten Architektursprache.
Villa Koliba an der Kościeliska-Straße war sein erstes vollständiges Haus dieses Stils und ist heute Museum. Daneben stehen ältere Hochlandhäuser, sodass Ursprung und spätere Villen sichtbar werden. Villa Oksza an der Zamoyskiego-Straße ist ebenfalls wichtig; alle Museen an einem Tag machen aus dem Spaziergang jedoch einen Terminlauf.
Eine sinnvolle Halbtagestour
Beginne am unteren Ende der Krupówki, sieh dir die alte Kirche und den Friedhof Pęksowy Brzyzek an, folge der Kościeliska-Straße bis Koliba und kehre durchs Zentrum zurück. Prüfe vorher Museumszeiten und Ruhetage. Die Route funktioniert bei schlechtem Bergwetter, bei Starkregen sind die Holzelemente aber schwer zu betrachten. Weitere Möglichkeiten stehen unter Zakopanes Sehenswürdigkeiten. Krupówki sollst du nicht meiden, sondern als Zugang zur ruhigeren Stadt nutzen.